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Pannekopp Wahl 2023

DIE KANDIDATE

Nominiert für den Pannekopp 2023:

KULTUR-STAATSMINISTERIN CLAUDIA ROTH

für „Kein Kulturgedöns im Revier“. Es geht um die Errichtung eines Bundesinstituts Fotografie, um das fotografische Gedächtnis der Republik. Zwei Orte bewerben sich, Düsseldorf und Essen. Man beruft eine Expertenjury. Die votiert eindeutig für Essen. Man schiebt eine Machbarkeitsstudie hinterher. Auch die sagt: Essen kann´s. Roth gibt jetzt alles, um den Willen von Kaiser Wilhelm II. zu vollenden. Der hatte angeblich gefordert, im Pott solle es keine Kasernen und keine Universitäten geben. „Und schon gar keine Bundesinstitute!“ ergänzt die grüne Bundesministerin Claudia Roth. Stimmt, mit zu viel Förderung gingen am Ende die regionalen Kernkompetenzen unter, Biersaufen, arbeitslos sein und Fußball gucken. Düsseldorf erhält den Zuschlag samt der knapp 90 Millionen an Fördergeldern. Und sucht immer noch nach einem Baugrundstück, das Essen längst hätte.

BILL UND TOM KAULITZ

für ihre „Dortmunder Architektur-Kritik“. So eine qualifizierte Baukritik hat uns gefehlt. Sie kam im Mai von den beiden Tokio-Hoteliers in ihrem Podcast „Kaulitz Hills“: „Man kann auch offen zugeben, dass Dortmund jetzt nicht die schönste Stadt ist. Mal rein architektonisch betrachtet“, hören wir. Die Zwillinge mit Hang zur Heidi-Klum-Ästhetik weiter: „Jetzt bist du ein Profi-Spieler aus einem anderen Land und dann kommst du hier an, guckst aus dem Fenster und denkst: Wow. Hier wohne ich jetzt. Die kommen ja teilweise aus schönen Städten und schönen Ländern. Und dann sind die da in Dortmund!“ Das sagen zwei, die aufgewachsen und ästhetisch geprägt sind in Loitsche bei Magdeburg. Hier in Dortmund grübelt man jetzt, was am schönsten ist: Von den Bayern besiegt, von Arnsberg beherrscht oder von den Kaulitzen bewertet zu werden.

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DIE REGELN 

Der Geierabend verleiht zum 20. Mal seinen Pannekopp-Orden, zumindest versucht er das. Gesucht wurde auch für das Jahr 2023 wieder eine Person, Einrichtung oder Behörde, die sich „besondere“ Verdienste ums Ruhrgebiet erworben hat.

Der Geierabend und seine Fans machen es dem Geehrten nicht zu leicht: Sie/er/ es wird 28,5 Kilogramm um den Hals baumeln haben, aus rostigem Stahl. Kein poliertes Feinblech! Wir sind doch nicht im Rheinland.

 

Wir verleihen den Orden demokratisch. Das Publikum entscheidet. Nach einer langen Qualifikation stehen zwei würdige Kandidaten im Finale.
 

 

Für die OrdensträgerInnen gelten folgende Regeln:


1. Der Preisträger nimmt den Orden freudig erregt an.

2. Die Ordensverleihung findet am 21. Februar 2023 auf Zeche Zollern statt.

3. Er/ sie/ es trägt den Orden während der gesamten Fastenzeit ständig am Hals.

4. Baden gehen muss er/ sie/ es mit dem Öschi nicht unbedingt. Datt wär zuviel verlangt.

5. Er/ sie/ es strebt an, keine weiteren Verdienste ums Ruhrgebiet zu erwerben.

6. Mit dem Orden ist eine Prämie von 111,11 Euro verbunden.

7. Wir sind zwar nicht bestechlich, aber für 111,11 Euro gäb es schon dat ein oder andere Pilsken.

8. Sollen die Leute im Saal etwa mit trockener Kehle zugucken?

9. Sollte der Preisträger die Auszeichnung wider Erwarten ablehnen, fließt die Kohle einem sinnvollen Projekt zu.

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