Pannekopp Wahl

PANNEKOPP-ORDEN – DIE KANDIDATEN

Kandidat 1

Nominiert für den Pannekopp-Orden 2019: Der Vorstand der Dortmunder Chorakademie für seine Hommage an Farinelli.
Da war dieses Lied von der Oma im Hühnerstall. Eingesungen vom WDR-Kinderchor, zuhause in Dortmund, bei der Chorakademie.
Das ist sein Job: Lieder zu singen im WDR-Zusammenhang. Über jede Sekunde im Radio wird sich der Vorstand bislang gefreut haben. Vielleicht sogar sabbernd.
Nach dem Omma-Lied gerät Chorleiter Zeljo Davutovic ins Visier der Shit-Sturm-Bannführer. Sie veröffentlichen seine private Telefonnummer, geben ihn frei zum medialen Abschuss.

Nun hat der Angegriffene Chefs. Die haben gar nicht genug Zeigefinger, um auf Davutovic zu zeigen und virtuell zu brüllen: „Wir sind unschuldig! Der da war´s, fasst ihn!“ Man ist froh, dass das Internet nicht riecht.
Chefs, die ihre Chance sehen, mit der Kunst den Elfenbeinturm zu verlassen. Die sich nicht feige in der Niedertracht des tobenden Mobs suhlen wollen. Sie wollen einfach die Chance nutzen, die großartige Kunst eines Farinelli zu pflegen. Farinelli? Das war der berühmte Kastrat, der Mann ohne Eier in der Hose.


Kandidat 2

Nominiert für den Pannekopp 2019: Der Schalker Ehrenrat als Eskimo des Rassismus.
Schalke-Boss Clemens Tönnies erklärte im Sommer dem Publikum in OWL, wie er angeblich so ist, der Afrikaner, Stichwörter: Stromausfall, Dunkelheit, Hose runter, ficki facko, 14 Kinder. Im Hause Tönnies muss die Stromversorgung sicher sein, da gibt es nur zwei Blagen, den Rest der Zeit muss der Herr der Würste am Hirnvibrator hängen, so einer Art Bolzenschussgerät light, erschütterungsfrei kann man sich sowas nicht ausdenken.
Sodann gab sich der Schalker Ehrenrat Mühe, Tönnies nicht ernsthaft zu bestrafen. Bekanntlich ist es im Hintern des Chefs oft dunkel, und im Dunkeln ist gut Munkeln. Es kam zur Strafe, die Tönnies sich nicht schöner hätte wünschen können. Drei Monate Funktionsverbot. Damit das ein bisschen hart wirkte, fiel die Sperre nicht komplett in die Sommerpause. 
Großartig die Begründung. Gelernt haben die Schalker Ehrkriecher bei den Eskimos. Die haben angeblich hundert Wörter für Schnee. In Schalke muss es hunderte von Wörtern geben für Rassismus, der so nicht heißen soll.
Der Ehrenrat entschied: Rassistisch sei das alles nicht, diskriminierend, gut. Das ist wie dieses Zeug zum Skifahren, das ist kein Schnee, das ist nur weißes, gefrorenes Wasser in Pulverform.

 

PANNEKOPP-ORDEN – DIE REGELN 

Der Geierabend verleiht zum 18. Mal seinen Pannekopp-Orden, zumindest versucht er das. Gesucht wurde auch für das Jahr 2019 wieder eine Person, Einrichtung oder Behörde, die sich „besondere“ Verdienste ums Ruhrgebiet erworben hat.

Der Geierabend und seine Fans machen es dem Geehrten nicht zu leicht: Sie/er/ es wird 28,5 Kilogramm um den Hals baumeln haben,

aus rostigem Stahl. Kein poliertes Feinblech! Wir sind doch nicht im Rheinland.

Wir verleihen den Orden demokratisch. Das Publikum entscheidet. Zwei Wege gibt es: Per Applaus auf Zeche Zollern und im Internet per Mausklick. Nach einer langen Qualifikation stehen zwei würdige Kandidaten im Finale.
 

 

Für die OrdensträgerInnen gelten folgende Regeln:


1. Der Preisträger nimmt den Orden freudig erregt an.


2. Die Ordensverleihung findet am 25. Februar 2020 auf Zeche Zollern statt.


3. Er/ sie/ es trägt den Orden während der gesamten Fastenzeit ständig am Hals.

 

4. Baden gehen muss er/ sie/ es mit dem Öschi nicht unbedingt. Datt wär zuviel verlangt.


5. Er/ sie/ es strebt an, keine weiteren Verdienste ums Ruhrgebiet zu erwerben.

 

6. Mit dem Orden ist eine Prämie von 111,11 Euro verbunden.


7. Wir sind zwar nicht bestechlich, aber für 111,11 Euro gäb es schon dat ein oder andere Pilsken.


8. Sollen die Leute im Saal etwa mit trockener Kehle zugucken?


9. Sollte der Preisträger die Auszeichnung wider Erwarten ablehnen, fließt die Kohle einem sinnvollen Projekt zu.

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