Kandidat Nummer zwei:
Oliver Wittke
für den moralischen Wiederaufbau der Ruhrgebiets-SPD
Oliver Wittke, Motto „Ich kann auch mit Doofen“, war mal OB von Gelsenkirchen, war mal Verkehrs- und Bauminister von NRW, ist Vorsitzender der Ruhrgebiets-CDU und Gesamtkunstwerk.
Als Minister musste er 2009 zurücktreten, weil er durch ein Sauerland-Dorf gebrettert war. Der Skandal ist nicht ein rasender Verkehrminister. Der Skandal ist ein Bauminister, der einen Acker nicht von einer Ortschaft unterscheiden kann. Jetzt hat Wittke zusätzlich zum Landtagsmandat einen Geschäftsführerposten beim Bauunternehmer Hellmich. Zeitlich kein Problem für ihn. Einfache Rechnung: „Als Bauminister hab ich 200 Prozent gegeben“, bleiben also hundert für den Nebenjob. Nachdem die CDU die Kommunalwahl in Gelsenkirchen versemmelt hatte, wusste Wittke sofort: Schuld waren die „Heerscharen von Sozialdemokraten“ die in „Gelsenkirchener Wohnviertel“ eingefallen sind und den Bewohnern etwas beim Ausfüllen der Wahlzettel geholfen haben. Das klingt nach Manipulation. Aber „Heerscharen von Sozialdemokraten“, Mitgliederhorden biblischen Ausmaßes, davon wagen Sozis im Ruhrgebiet nicht mehr zu träumen. Das macht der gebeutelten Ruhr-SPD Hoffnung.
Deshalb nominiert für den Pannekopp-Orden 2010:
Oliver Wittke
für den moralischen Wiederaufbau der Ruhrgebiets-SPD
Abstimmung | Regeln | Kandidat 1: Thomas Middelhoff