PANNEKOPP DES JAHRES

Der Sieger


Thomas Middelhoff
ausgezeichnet für den Strukturwandel de Luxe

Pannekopp

Während Strukturwandel für viele im Ruhrgebiet bedeutet: Ab in die Beschäftigungsgesellschaft, hat Thomas Middelhoff gezeigt, dass es anders geht.

Den Essener Konzern KarstadtQuelle hat er noch umgetauft, bevor er ihn in die Pleite getrieben hat. „Arcandor“ stehe für „Verlässlichkeit, Treue, Mut.“ Heute wissen wir: Middelhoff für „Überheblichkeit, Schläue, Gier“. Er hat gezeigt, dass man wegen einer Pleite keine Leute rausschmeißen muss. Einfach 75 runtergewirtschaftete Karstadthäuser, Sinn-Leffers und Wehmeyer an Heuschrecken verscheuern, die machen das dann gerne. Und während der Laden in den Abgrund rast, verursacht man noch Reisekosten, die mindestens drei Bundeskabinette geschlossen zum Rücktritt zwängen. Fürs gute Gewissen spendete Middelhoff schnell Millionen an Elite-Unis. Das Geld ist da, seit Mitarbeiter aufs Weihnachtsgeld verzichten. Anschließend kassierte er bei 2,6 Milliarden Konzernschulden zwei Millionen Abfindung und lebt jetzt von den super Mieten, die Karstadt einem Fonds zahlt, den er zufällig mitbesitzt.  So hat Thomas Middelhoff großes für die Kultur im Ruhrgebiet geleistet. Bislang kannten wir die „Route der Industriekultur“, auf der man stillgelegte Zechen, Kokereien und Stahlwerke besichtigen kann. Jetzt kommt die „Route der Konsumkultur“ dazu.

Deshalb der Sieger des Pannekopp-Ordens 2010:
Thomas Middelhoff für den Strukturwandel de Luxe



 

Pannekopp
des Jahres

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Thomas Middelhoff
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