28.07.2010 Einzelspaß statt Doppelpass…
… heißt es am Wochenende im Spiegelzelt. Am Dortmunder U gibt sich seit Wochen die Kabarett-Bundesliga, räumlich identisch mit der alten Oberliga West, die Klinke oder besser: die Zeltplane in die Hand. Ruhrhochdeutsch heißt die muntere Reihe, organisiert von Horst Hanke-Lindemann. Nur die letzte Viererreihe wird fehlen. Unverblümt geschrieben: Die Auftritte des Geierabend-Duos “Die Zwei vonne Südtribüne” fallen aus. Sie hatten schon geschrieben, geprobt und gefeilt und wollten zum ersten Mal einen ganzen Abend füllen, Franziska Mense-Moritz und Hans-Martin Eickmann. Kollege Martini erkrankte mitten in den Proben, braucht jetzt weder große Operationen noch Transplantationen, sondern vor allem eines: Ruhe+Erholung. Beides holt er sich, zuhause oder an unbekanntem Ort. Erst bedauerte er den Ausfall, jetzt fügt er sich mit zunehmendem Erfolg. Nun gibt es im Fußball zwar Auswechselspieler, aber bei den BVB-Fans gilt das alte Fußball-Lied: Es gibt nur ein´ unser Immi, es gibt nur ein´ unser Immi. Lollo ohne ihn geht gar nicht, jedenfalls nicht über Matchlänge.
Aber Fränzi geht ohne den Rest vom Geierabend. Das weiß, wer ihr zweites Soloprogramm “Ich sachma: Normal!” schon kennt. Für die vielen anderen besteht am Freitag und Samstag Gelegenheit zum Kennenlernen - und zum Wiedersehen mit vielen Figuren, die man auf Zeche schon belachen konnte. Lollo tritt auf, die bandscheibengeplagte Verbalterroristin und einige andere. Musik kommt dazu, das kennt man von Fränzi, fertig ist der wunderschöne und vollwertige Ersatzabend. “Es ist stellenweise so lustig, dass einem vor Lachen Tränen über die Wangen kullern”, bemerkten die Ruhrnachrichten zur Premiere und die Westfälische Rundschau plätscherte nach: “Tropfen für Tropfen Qualitätshumor”.
Die Ruhrhochdeutsch-Homepage ist nicht an allen Stellen auf dem neuesten Stand, nicht verwirren lassen. Fränzi hat nicht erst Mitte August Premiere. Hier kommt es noch mal in Kurzform:
Franziska Mense-Moritz, “Ich sachma: Normal!” Ruhrhochdeutsch-Festival, Spiegelzelt am Dortmunder U,
Freitag, 30.07. 2010, 20 Uhr
Samstag, 31.01.2010, 20 Uhr,
Die Südtribünen-Termine am folgenden Wochenende, dem 6. und 7. August, übernimmt Bruno Knust mit einem Best of. Wer am Samstag nicht zelten möchte, kann alternativ den Westfalenpark aufsuchen. Dort läuft das Juicy Beats. Veranstaltet u.a. vom Geierabend-Pressemann Martin Juhls. Am Freitag böte sich vielleicht Tom Liwa an im Subrosa. Zusammen dann doch wieder ein Doppelspass.
Schönes Sommerende noch,
der Steiger