STEIGER BLOG

23.02.2010 Neid befällt mich…

… bisweilen, wenn ich nach Köln blicke. Da sparen wir uns das Wasser vom Munde ab, mit dem wir den Phönixsee fluten wollen. Und dann kündigt der Kölner an, gleich seine ganze U-Bahn fluten zu wollen. Aber der Neid verfliegt, wir planen tatsächlich, im Frühjahr wie versprochen 17000 Liter Wasser in die Baugrube in Dortmund-Hörde zu kippen. Das soll eine große Party geben. Viele Geierabendbesucher haben schon ihre Solidarität bekundet. Sie wollen von zuhause gefüllte Eimer und Kanister mitschleppen. Wir planen derzeit, laden aber rechtzeitig zu “Bürger fluten ihre Stadt” ein.

Ein weiterer Nachtrag. Castrop-Rauxel, unsere Partnerstadt, liegt uns weiter am Herzen. Beim Quiz auf Zeche konnte jeden Abend ein Besucher oder eine Besucherin einen gültigen Vierer-Fahrschein des VRR gewinnen. Damit können zwei Personen nach Castrop und zurück reisen. Zumindest können sie das von Dortmund, Herne, Bochum, Datteln und Recklinghausen aus. Wer eine längere Fahrt hat, muss eventuell mit etwas Angst auf den letzten Kilometern rechnen. Ich würde mich über erste Expeditionsberichte freuen. Wir legen aber nach. Unter den 37 Gewinnern verlosen wir 20 Exklusivreisen für jeweils zwei Personen in die Partnerstadt. Mehr Menschen dürfen wir leider nicht in den Bus packen. Start voraussichtlich im April. Es geht an einem Samstag Nachmittag in die “Industriestadt im Grünen”. Man trifft die Stadtspitze, erfährt einiges über den Ort, wird super verpflegt und zwischendurch von bekannten Geierabend-Figuren begrüßt. Nachher wird es einen spannenden Reisebericht geben, hier auf der Homepage, auf www.myspace/geierabend.de und in den Medien.

Zum Schluss noch eine Klarstellung. Noch am Wochenende wurde ich in Dorsten angesprochen, ob es denn wirklich mein letzter Geierabend sei. Mh. Zu Beginn des Abends behaupte ich das seit Jahren. Mal möchte ich Oberbürgermeister-Kandidat der Dortmunder SPD werden, mal die RAG übernehmen, ein anderes Mal nach China auswandern, wo täglich mehr Zechen schließen als das Ruhrgebiet in den letzten 20 Jahren betrieben hat.

In diesem Jahr sah ich mich als den Michael Schumacher des Geierabends. Gäbe mir jemand sieben Millionen im Jahr, sagte ich, noch morgen nähme ich die Arbeit auf auf Zeche Mercedes in Gladbeck. Jetzt mal ganz schnell Google anschmeißen oder in den Gelben Seiten Gladbeck nachschlagen: Gibt es da eine Mercedes-Zeche oder einen Silberpfeil-Schacht? Na? Gibt es in Gladbeck überhaupt irgendeine Zeche? Wie stehen also die Chancen meiner baldigen Abkehr? Und: Kann man sich ein Unternehmen vorstellen, das mir sieben Millionen im Jahr aufs Konto schiebt?  Sehe ich aus wie Regina van Dinther, dass mir jemand für zweimaliges Kaffeetrinken 30 000 Euro gibt? Oder wie Jürgen Rüttgers, dass einmal am Steiger packen 6000 Euro bringt?

Ach ja. Man wird doch mal träumen dürfen, wenn so ein Geierabend losgeht.

Gruß vom

Steiger



 

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